Grundwassermessstellen
Grundwassermessstellen können im Direct-Push Verfahren ohne Förderung von Bohrgut hergestellt werden. Hierzu wird eine Verrohrung mit einem Maximaldurchmesser von 3,25“ und einer verlorenen Spitze mit Hilfe einer Direct-Push Maschine in den Untergrund vorgetrieben, Filter- und Vollrohrmaterial eingebaut und anschließend wieder gezogen.
Die Installation von Direct-Push Messstellen ist in Durchmessern von 0,5“, 0,75“, 1“ und 2“ möglich. Hierbei kann eine Vielzahl von Ausbautypen zur Anwendung kommen. Die am häufigsten eingesetzten Verfahren sind: - HDPE-Filterrohre wahlweise mit Gazeummantelung (Maschenweite 0,6 µm), wahlweise mit Ringraumverfilterung aus Filtersand.
- Filterrohre im Durchmesser von 0,5“ bis 1,5“ mit vorgepackten Filtern (sog. „prepacked screens“), d.h. die Filterrohre sind mit einer Filterpackung aus Sand und einem Edelstahlgewebe umgeben.
- CMT-Messstellen der Fa. Solinst (CMT = Continuous Multilevel Tubing). Hierbei handelt es sich um Messstellensysteme mit beliebig anzuordnen-den Ports, die eine Multilevelbeprobung in 3 oder 7 Tiefen erlauben.
Die Direct-Push Messstellen werden wie konventionelle Messstellen oberhalb der Filterstrecke mit einer Bentonitsuspension gegen hydraulische Umläufigkeiten abgedichtet.
Je nach Standortbedingungen und gewähltem Durchmesser sind unterschiedliche Tiefen und Arbeitsfortschritte erzielbar. Durch geo-log wurden für 1“-Messstellen Tiefen bis zu 52 m und für 2“-Messstellen Tiefen bis zu 25 m realisiert. Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens ist neben der Wirtschaftlichkeit die Schnelligkeit. So lassen sich bei Zugrundelegung einer Durchschnittstiefe von 15 – 20 m je Arbeitstag ca. 4 Messstellen installieren.
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